Bakterien oder Viren?
Bakterien oder Viren - Was hat mich krank gemacht?
Ob durch Viren oder Bakterien ausgelöst: Bei einer Infektionserkrankung fühlt man sich schwach und krank. Für den Arzt ist es wichtig, virale von bakteriellen Infektionen zu unterscheiden. Denn: Antibiotika wirken nur gegen Bakterien! Das verrät auch bereits ihr Name: Der Begriff Antibiotikum, der sich aus dem Griechischen ableitet, bedeutet "gegen etwas Lebendes gerichtet". Damit sind Bakterien gemeint. Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine eigenständigen Lebewesen. Antibiotika wirken nicht bei Viren!
Bakterielle Atemwegsinfektionen
Zu den Infektionen, an denen vielfach Bakterien beteiligt sind, zählen Stirnhöhlen- und Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mittelohrentzündung (Otitis media), Mandelentzündung (Tonsillitis), Entzündung der Bronchien (Bronchitis) und Lungenentzündung (Pneumonie). Anzeichen für eine bakterielle Infektion sind neben Fieber (über 39° Celsius) vor allem eitrige Beläge, eitriger Auswurf oder zähflüssiger, eitriger Schnupfen. Bei bakteriellen Atemwegsinfektionen werden vom Arzt in der Regel Antibiotika verordnet.
Virale Atemwegsinfektionen
Zu den Erkrankungen, die durch Viren ausgelöst werden, zählen beispielsweise die Virus-Grippe (Influenza) und die Erkältung. Antibiotika können hier nicht helfen. Sind die Schleimhäute durch Viren angegriffen und so die natürlichen Abwehrkräfte geschwächt, können Bakterien in den Körper eindringen und zusätzlich eine bakterielle Infektion auslösen. Das gilt auch, wenn die Abwehrkräfte aus anderen Gründen – wie Stress, Erschöpfung oder Unterkühlung – geschwächt sind. Eine solche zusätzliche Infektion mit Bakterien wird als "bakterielle Superinfektion" bezeichnet.